Es tobt da draußen. Sturmböen. Heute Nacht wird der Sturm wohl zu einem Orkan werden. Mitten in die Welt hinein dringen Gewitter und eine Kaltfront. Dieser Orkan wird wieder vorübergehen. Doch welche Schneisen wird er hinterlassen? Welche Schäden werden zurückbleiben in den Leben der Menschen?

Die Bahnen stehen still. Flüge wurden gestrichen. Und du stehst in einer Sackgasse, während ein Orkan über dich hinwegfegt. Wo wird dein Weg danach hingehen?

Viele von uns kennen das wohl, eine solche Zeit, in der aus einem Sturm ein Orkan wird und nichts mehr so bleibt, wie es mal war. Eine Schneise der Verwüstung wurde im Herzen angerichtet. Menschen haben dich belogen, dich betrogen, Spielchen mit dir gespielt und am Ende durch ihre Manipulation dein Herz gebrochen. Kennst du das? Ich kenne das, nur zu gut.

Doch eines weiß ich auch: Dass Gott nicht so ist wie die Menschen. Dass Gott zwar Stürme in unserem Leben zulässt und manchmal auch einen Orkan. Trotzdem passiert nichts, was Er nicht zulassen würde.

In den letzten Monaten kam mir so manches in meinem Leben vor wie ein Orkan. Es zerbrach so vieles, von dem ich mir gewünscht hatte, dass es bleiben würde. Dass es ein Neuanfang wäre. Dass Dinge geschehen würde, die mein Leben in eine neue Bahn lenken würden, in eine gute Bahn. Und dann macht Gott einen Cut nach dem anderen, schließt eine Tür nach der anderen.

Ich war wütend auf Gott. Ich war sehr wütend auf Gott. Denn der Orkan hinterließ eine Menge Schmerzen in mir, tiefe Wunden in meinem Herzen. Doch während draußen der Sturm immer schlimmer tobt und in dieser Nacht wohl in einen Orkan übergehen wird, weiß ich endlich, dass Gottes Plan gut war für mich. Natürlich verstehe ich immer noch nicht alles. Und ja, es tut vieles immer noch sehr weh. Trotzdem weiß ich mich in Gottes Hand geborgen.

Die Schneisen, welche der Orkan meines Lebens in meinem Herzen schlug, sie sind in Jesu Händen gezeichnet. Genauso wie jede Träne, die ich gerade in den letzten Wochen geweint habe. Nun kann ich loslassen. Den Schmerz und die Menschen. Den Traum, den ich glaubte, wieder in meinem Herzen zu haben und dem Gott wieder einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht hat – aus gutem Grund, um mich zu schützen. Nicht alles werde ich begreifen. Aber ich muss es auch nicht. Ich kann und darf darauf vertrauen, dass Gott nur aus Liebe zu mir Türen schließt und andere erst gar nicht richtig öffnet.