Hass oder Liebe

Mit Hass, da kenne ich mich aus. Aufgewachsen in ganz schlimmen Verhältnissen, die so Hasserfüllt waren, dass für Liebe kein Raum war. Hass, das war das Ding, was jeden Tag da war. Das, woran ich gewöhnt war, und was sich immer tiefer in mein Herz eingrub. Liebe, das war nichts für mich. Das verstand ich nicht, hatte ich doch nie Liebe kennengelernt. Aber mit Hass, da wusste ich, wie sich das anfühlt. Und er brannte sich in mein Herz, so lange, bis daraus ein Stein geworden war.

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Die Rückkehr zum Ausgangspunkt

Wir leben in einer Zeit, in der Glaube eine immer geringere Rolle in Deutschland spielt. Es gibt immer weniger Christen. Warum auch, mag man denken. Es gibt im 21. Jahrhundert so viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten. Für was brauche ich da noch die Kirche, die sowieso nach Motten stinkt und in der Vergangenheit steckengeblieben scheint. Doch ist Kirche wirklich Gott? Oder haben die Christen auf ihrem Weg in den letzten Jahrzehnten möglicherweise schlichtweg vergessen, um was es bei diesem Glauben geht, um was es bei diesem Jesus geht?

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Herr, ich weiß kein Gebet in diesen Zeiten

Herr, ich weiß kein Gebet in diesen Zeiten. Ich fühle mich überfordert von Dingen, die ich nicht beeinflussen kann. Und von Dingen, die ich in der Hand habe, eigentlich. Ich weiß oft nicht, wo ich stehe. Und mir fehlt der Mut, auszubrechen und aufzubrechen, um die Dinge zu tun, die ich in der Hand habe. Und die Dinge, die ich nicht in der Hand habe, in Deine Hände zu befehlen.

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Und ob ich schon wanderte im finstern Tal…

Vermutlich ist dieser Vers einer der bekanntesten Verse überhaupt in der Bibel. „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, das hört sich nach Dunkelheit an, nach Nebel ohne Sicht, nach einem Leben vielleicht ganz ohne Hoffnung. Ich denke, diese Zeit hat uns alle auf irgendeine Art und Weise in ein solch finsteres Tal gezogen. Ob wir es wollen, oder nicht, die fast zwei Jahre Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen in unseren Leben, in unseren Herzen.

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Gedanken zur Jahreslosung 2022: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen

Es sind klare Worte, die Jesus da im Johannes-Evangelium sagt. Und wer kennt es nicht, dieses Abgewiesen werden. Abgewiesen von Menschen, denen du vertraut hast, von denen du dachtest, sie würden dich lieben, oder zumindest sehr mögen. Abwiesen bei einer Bewerbung, auf die du so viel Hoffnung gelegt hattest. Und dann bekommt jemand Anderes den Arbeitsplatz oder den Ausbildungsplatz, von dem du geträumt hattest. Abweisung ist schmerzhaft. Es kann, im schlimmsten Fall, zu einem Trauma führen, das dich ein Leben lang begleitet. Menschen weisen andere Menschen ab, aus unterschiedlichen Beweggründen, in vielen Situationen des Lebens.

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