Schlagwort: Leben

Du bist in meinen Gedanken, Herr

Du bist in meinen Gedanken am Morgen, Herr.
Nicht immer der erste. Manchmal nur der zweite. Doch spätestens der dritte.
Du bist in meinen Gedanken am Abend, Herr.
Nicht immer der letzte. Manchmal nur der vorletzte oder vorvorletzte, doch ich denke an Dich vor dem Schlafen.

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Was ist ein Leben ohne Gott?

Irgendwann vor ein paar Monaten habe ich mich gefragt, ob ich das noch mal könnte, ohne Gott leben. Nachdem sich meine Gemeinde vor vielen Jahren gespalten hatte, war ich ins Bodenlose gefallen. Ich hatte nicht nur meine Freunde verloren. Auch meine Berufung hatte sich innerhalb kurzer Zeit in Staub aufgelöst. Ich fiel zerbrochen in einen Abgrund. Ich verfluchte Gott für das, was passiert ist. Für das, was ich verloren hatte. Für den Weg, den ich damals nicht mehr gehen konnte. Es war vorbei. Gott war für mich Geschichte.

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Manchmal muss ein Baum gefällt werden

Stürme bringen es mit sich, dass Bäume fallen. In den letzten Jahren sind bei mir in der Ecke einige Bäume Opfer eines Sturm geworden. Manche sind komplett aus der Erde gekippt, weil die Erde zu weich und zu nass war, und die Wurzeln nicht mehr halten konnte. Andere mussten gefällt werden, weil sie schon auf ein Haus gefallen waren, aber zu einem Teil immer noch an den Wurzeln hingen, oder drohten, umzufallen. Auch im Glaubensleben ist es so. Es kommen Stürme, Zeiten, in denen sich wichtige Dinge ändern, in denen Gott will, dass wir uns ändern. Manchmal muss dann ein Baum gefällt werden, weil er nicht mehr standfest ist,, oder weil er dem Sturm nicht mehr ganz standhalten konnte.

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Ist Selbstmord eine Lösung?

Wenn ich diese Zeilen schreibe, hat das nichts mit klugem Geschwätz zu tun. Als jemand, der in seiner Jugend selbst zwei Selbstmordversuche unternommen hat. Und der auch Hinterbliebene von Suizid ist. Ist Selbstmord eine Lösung?, das habe ich mich oft selbst gefragt. Wenn das Leben keinen Sinn mehr zu machen scheint. Wenn die Welt über Dir zusammenbricht. Dinge passieren, die Dir das Herz zerreißen. Menschen Dich zutiefst verletzen, sei es seelisch oder körperlich. Kommt irgendwann der Punkt, an dem Du nicht mehr kannst. An dem dieses ganze Leben vorbei zu sein scheint. Du stehst da, und fühlst Dich einfach nur noch verdammt einsam. Und Du hast das Gefühl, dass Dich niemand versteht, und dass auch niemand Dich vermissen würde, wenn Du Dich umbringst.

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Hoffnung für eine verlorene Welt

Deutschland erschreckt mich zunehmend. Manchmal denke ich, ich lebe in einem anderen Land als noch vor ein paar Jahren. Als würde ich in einer anderen Welt leben. Die Kältewelle in unserer Gesellschaft nimmt zu. Arm wird gegen arm ausgespielt. Die Reichen scheinen wie in einem Selbstbedienungsladen zu leben. Es gibt immer mehr Menschen, die nicht mehr von ihrer Arbeit leben können. Und zwei oder drei Jobs machen müssen, um noch über die Runden zu kommen. Der Egoismus nimmt zu. Menschen werden benutzt. Viele schauen weg, wenn anderen Leid geschieht. Irgendetwas ist kaputt gegangen in vielen. Ist es die Hoffnung, die vielen inzwischen fehlt?

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Dankbarkeit, ein großes Wort – Gott dankbar sein zu leben

Meine Mutter hat mir früher immer wieder an den Kopf geworfen, ich soll dankbar sein. Eines Tages habe ich ihr an den Kopf geworfen: Für was soll ich dankbar sein? Dass ich als Kind Hunger leiden musste? Dass ich wegen euch (Anmerkung: wegen meinem Elternhaus und der Trunksucht meines Vaters) in der Schule verachtet wurde, und eine Außenseiterin war? Dankbarkeit, das Wort habe ich damals gelernt zu hassen. Damals, das weit weg ist. Nach Jahrzehnten konnte ich meiner Mutter endlich vergeben. Dankbar bin ich ihr bis heute nicht. Wer meine Lebensgeschichte auch nur zum Teil kennt, der weiß auch warum. Aber ich habe vor allem in den letzten gut 13 Jahren viel über Dankbarkeit gelernt. Dankbarkeit gegenüber Gott. Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die vor Jahrzehnten auf Gott gehört haben, als Er mich auf ihr Herz gelegt hat. Und die nicht aufhörten, für mich zu beten, und daran zu glauben, dass Er tatsächlich eine Berufung auf mich gelegt hat.

Gott dankbar sein zu leben, das war für mich ein langer Weg. Ich habe viele Menschen durch Alkohol und Drogen verloren. Durch Suizid und auch durch AIDS. Ich habe mich so viele Jahre lang schuldig gefühlt. Dass ich überlebt habe. Dass ich meine Sucht in den Griff bekommen habe, und trocken werden konnte. Dass ich noch einmal eine Chance bekommen hatte. Weiterlesen

Pläne für 2018 – Wo ist Gottes Platz in meinem Leben?

Beim Sortieren meiner aktuellen Abrechnungen fielen mir heute einige Karteikarten in die Hand. Darauf hatte ich vor einigen Wochen meine Planungen und Pläne für 2018 skizziert. Dabei fiel mir beim Lesen einer Karteikarte ein: Gott steht nur auf dem zweiten Platz. Auf dem ersten Platz habe ich meine (beruflichen) Pläne für das kommende Jahr niedergelegt. Erst an der zweiten Stelle kam das, was mir für das nächste Jahr in meinem Glaubensleben das Wichtigste ist: Nähe zu Gott.

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Die Welt ist im Wandel – und ich auch

Es ist ein seltsames Jahr, dieses 2017. Nach meinem persönlichen Horrorjahr hat ein neues Jahr begonnen, in das ich keine Hoffnung mehr gelegt hatte. Inzwischen sind einige Monate vergangen, und ich weiß manchmal nicht, wo ich stehe, und wo ich hingehen soll. Es ist ein Jahr der Anfänge, aber auch der Abschiede. Mancher Anfang ist schon bald zuende gegangen, und nun steht schon der nächste an. Ich komme nicht mehr hinterher mit dem mich seltsam fühlen in all dem, und dem Verwirrtsein, was Gottes Wille und Plan mit und in all dem ist für mein Leben.

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