Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich die Scherben meines früheren Lebens vor mir. Ein zerbrochenes Leben, das ich mit meiner schweren Alkoholsucht fast verloren hätte. Ich war nie eine „Pegeltrinkerin“ gewesen, ich tat einfach eines: ich soff wie ein Loch und wusste längst, dass ich abhängig war, als das vielen anderen noch gar nicht so ganz klar war. Einen Ausweg sah ich aber nicht, waren doch alle Versuche, mit dem Trinken aufzuhören, kläglich gescheitert – damals. Bis ein Tag kam, den ich niemals vergessen werde: ich war so am Ende, dass ich merkte, ich werde sterben, wenn ich jetzt nicht die Kurve kriege. Aber ich hatte keine Hoffnung mehr. Ich saß in meinem Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft, hatte alles verloren, was mir wichtig gewesen war und stand dem Tod gegenüber. Dann fiel ich auf die Knie und schrie: Jesus, wenn es Dich wirklich gibt, dann lass mich am Leben und hilf mir…
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