Kategorie: Allgemein

Was wäre gewesen, wenn Abraham nicht gegangen wäre?

Am Anfang diesen Jahres bin ich beim Surfen über ein Foto eines alten Freundes gestolpert. Seitdem bin ich erschüttert, durcheinander, und vieles Alte wurde wieder hochgespült in mir. Ich hatte mich immer wieder gefragt, aus welchem Grund Gott so viele Türen in meinem Leben geschlossen hat. Türen zu Menschen, die mir mal sehr viel bedeutet haben. Türen zu Menschen, die Freunde für mich waren. Menschen, die leere Stellen in meinem Herzen hinterlassen haben. Stellen, die kein anderer Mensch je füllen konnte.

Ich bin damals weg gegangen von da, wo ich aufgewachsen bin. Und mehr als ein Vierteljahrhundert meines Lebens verbracht hatte. Gott hat einfach die Türen zugemacht damals. Ich war davor zwei Jahre weg gewesen, um von meiner Sucht frei zu werden. Und bin danach einfach nicht mehr wirklich dort angekommen. Am Ende hatte ich Freundschaften verloren, die mir teuer und wichtig waren. Ich hatte die Hoffnung aufgeben müssen, dass es jemals Frieden geben wird in meiner Familie. Das tut bis heute alles sehr weh. Und mitten in diesen Schmerz der letzten Tage fiel mir Abraham wieder ein. Was wäre gewesen, wenn er nicht gegangen wäre?

Ich war 19, als Gott mir aufs Herz legte, eines Tages wegzugehen, von da, wo ich lebte. Damals dachte ich, es wäre für mich der Ruf in die Mission gewesen. Aber ich war nie für ein Leben als Missionarin in einem anderen Land berufen, wie ich irgendwann. Gott hatte nur damals schon längst gewusst, dass ich eines Tages würde von dort, wo ich zuhause war, wo ich Freunde hatte und Vertraute, weggehen müsste. Weiterlesen

Jahreslosung 2018 Gott will Deinen Durst stillen

Ein Kind, das lernen musste, zu hungern und Durst zu haben. Etwas, was sich niemand vorstellen kann. Und doch passierte es. Mir ist es passiert. Vielleicht ist das einer der Hauptgründe, weshalb ich die Jahreslosung 2018 so gut verstehe. Durst zu haben ist eines der schlimmsten Erlebnisse überhaupt. Es zu beschreiben, vermag selbst ich nicht, die sonst mit Worten so Vieles zu beschreiben und erzählen weiß. Nur eines kann ich sagen: Durst ist das Schlimmste, was es gibt auf der Welt. Er ist noch schlimmer als Hunger. Er ist noch schlimmer als Frieren zu müssen. Durst, das ist etwas, was dir an die Substanz geht, körperlich und seelisch. Viele Menschen wissen zum Glück nicht, was das ist, dieser körperliche Durst, der einen in die Tiefe zieht, weil du ihn nicht stillen kannst. Jeder Mensch aber weiß, was der Durst der Seele ist. Und genau darum geht es in der Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ aus Off. 21,6.

Doch in diesem Vers geht es nicht nur um den Durst selbst. Es geht darum, dass es möglich ist, diesen Durst zu stillen. Dass Gott diesen Durst stillt. Und dass nur Gott diesen Durst stillen kann. Weil er die Quelle des Lebens ist. Die Quelle des lebendigen Wassers. Weil Er allein es ist, der die Leere in uns füllen kann, die dieser Durst auslöst. Weiterlesen

Pläne für 2018 – Wo ist Gottes Platz in meinem Leben?

Beim Sortieren meiner aktuellen Abrechnungen fielen mir heute einige Karteikarten in die Hand. Darauf hatte ich vor einigen Wochen meine Planungen und Pläne für 2018 skizziert. Dabei fiel mir beim Lesen einer Karteikarte ein: Gott steht nur auf dem zweiten Platz. Auf dem ersten Platz habe ich meine (beruflichen) Pläne für das kommende Jahr niedergelegt. Erst an der zweiten Stelle kam das, was mir für das nächste Jahr in meinem Glaubensleben das Wichtigste ist: Nähe zu Gott.

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Wenn Gott heute Mensch werden würde, wäre für Ihn wieder kein Platz in unserer Wohlfühlzone

Weihnachten ist zum Konsumterror verkommen. Längst geht es nicht mehr um die Ankunft, die wir mit dem Advent feiern. Längst ist Jesus nur noch eine Randfigur dessen, was an den Feiertagen zelebriert wird. Wenn Gott heute Mensch werden würde, wo würde Jesus heute geboren werden? In irgendeinem Flüchtlingslager, das alles andere als hygienische Bedingungen für die Geburt eines Kindes bieten würde? In einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer, und mit Eltern in ständiger Angst, dass sie und ihr Kind jederzeit sterben könnten? In Syrien mitten im Bombenhagel, und mit wenig Chancen für ein Neugeborenes? Weiterlesen

Sünde ist das, was uns persönlich von Gott trennt – nicht das, was andere für unsere Sünde halten

Ich bin mit 18 gläubig geworden. Das ist inzwischen viele viele Jahre her. Und trotzdem stehe ich manchmal noch ganz am Anfang. Ich denke, dass es jedem Christen so geht. Dass es immer noch etwas gibt, was wir lernen können. Dass es vieles gibt, was wir voneinander lernen können. Und dass Gott uns aus diesem Lernen nicht „entlassen“ wird, solange wir auf dieser Welt, und noch atmen. Ich habe in meinem Leben viel über Sünde nachgedacht. Mir wurde viel an den Kopf geknallt. Sprüche, wie „Gott liebt den Sünder, aber hasst die Sünde“. Sprüche, die mich von Gott weggetrieben haben. Sünde aber ist nicht das, was andere für Sünde halten mögen. Unsere Sünde ist das, was uns von Gott trennt. Meine Sünde ist das, was mich persönlich von Gott trennt.

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Vergeben ist nicht gleich vergessen – Vergebung verändert auch Dich

Vergeben, aber nicht vergessen. Den Spruch kennt wahrscheinlich jeder von uns. Das hört sich immer an wie eine Drohung. Ich habe Dir zwar vergeben. Aber ich werde niemals vergessen, was Du mir angetan hast. Nun ist es so, dass vergeben etwas ist, was einem nicht gerade schnell von der Hand geht. Ich selbst weiß das nur zu gut. Die schlimmen Dinge, die ich erleben musste, sind nichts, was man so einfach von heute auf morgen vergeben kann. Doch eines weiß ich: nur im vergeben können, in der Vergebung für die Taten des anderen, liegt auch die Heilung. Dennoch kann man nicht vergessen, was einem passiert ist. Und das muss man auch gar nicht. Vergeben ist nicht gleich Vergessen bedeutet für mich deshalb keine Drohung an die, die mir wehtaten. Sondern es ist ein Verstehen, dass ich vergeben kann, auch wenn ich niemals werde vergessen können, was mir angetan wurde. Weiterlesen

Was macht eigentlich einen Christen aus?

Wenn ich in ein Gespräch einfließen lasse, dass ich Christin bin. Ernte ich manchmal ganz unterschiedliche Reaktionen. Am größten ist dann wahrscheinlich das Erstaunen. Du und gläubig? Vielleicht mag das dem einen oder anderen wirklich schwerfallen, diese Seite an mir zu sehen. Weil ich intelligent bin vielleicht (weit über Durchschnitt). Weil ich ein unabhängiger Mensch bin. Weil ich auf einen freien Willen poche. Weil ich bin, wie ich bin. Wenn dann aber diese andere Seite in mir zum Vorschein kommt. Der Mensch, der glaubt. Der Mensch, der sein Leben in Gottes Hand gelegt hat. Der Mensch, der in allem Schlechten auch das Gute finden kann. Dann kommt eine andere Art von Erstaunen. Eher ein nicht fassen können, dass ein freier Mensch wie ich sich so abhängig macht von Gott. Und auch von Gottes Willen. Was macht einen Christen eigentlich aus, frage ich mich dann ab und an. Was erwarten die Menschen, wie ein Christ zu sein hat, frage ich mich.

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Bedingungslose Liebe finden

Liebe, ein Thema, das jeden von uns beschäftigt. Liebe, die besungen wird in irgendwelchen Liedern. Liebe, die wir erfahren wollen. Liebe, die wir zum Leben brauchen. Liebe, die wir erhalten von Menschen. Aber die so oft an Bedingungen geknüpft ist. So sollen wir sein. Das sollen wir lassen. So sollen wir nicht reden. Dies und das passt dem anderen nicht. Ich liebe Dich, schnell dahingesagt. Ein Ich hab Dich lieb in die Welt geworfen. Doch wird es auch wirklich so gemeint? Nicht wenige Menschen haben aufgehört, aus diesen Gründen nicht mehr an die Liebe zu glauben. Weil Menschen, die ihnen sagten, dass sie sie lieben würden. Ihnen am Ende doch nur weh taten. Wir alle haben diese Erfahrungen gemacht. Wir alle haben dagegen angekämpft, daran nicht zu zerbrechen, und am Ende nur noch herzlose Maskenträger zu werden. Dabei wünschen wir alle uns nur eines: die bedingungslose Liebe zu finden. Die Liebe, die uns nicht an irgendetwas misst. Liebe, für die wir nicht irgendetwas tun müssen. Liebe, einfach um unserer Selbst willen. Weil wir sind. Weil wir wir sind. Weiterlesen

Cutback – One Life, One Decision Der Worte-haben.de DVD-Tipp

Wer jetzt denkt, ah, da kommt jetzt ein DVD-Tipp. Hat die Frau nicht an anderer Stelle ihrer Webseite was von 100 % werbefrei geschrieben. Ja, das habe ich. Und daran werde ich mich auch weiter halten. Ab und zu bleiben aber eine DVD oder ein Buch so richtig hängen. Und genau da finde ich es wichtig, darüber zu schreiben. Gestern war so ein Tag, an dem ich nach der Arbeit voll platt war. Irgendwie war die Konzentration weg. Und ich wollte erst früh schlafen gehen. Dann habe ich gebetet. An eine Predigt gedacht, die ich letztens gehört habe. Mich darüber gefreut, dass es Menschen gibt, die von Worte-haben.de berührt und inspiriert werden. Und dann einen Blick auf den christlichen Teil meines DVD-Regals geworfen. Was da denn steht, was ich noch nicht angeschaut habe. Da bin ich dann auf Cutback gestoßen. Und das ist ein Film, der kaum jemanden kalt lassen dürfte.

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