Aber man muss es auch nicht!!! Wir sind, wie wir sind. Wir denken leistungsorientiert in einer immer schneller werdenden Welt – und dies schließt auch ein, dass wir etwas für Gott leisten wollen. Leistung erbringen, um geliebt zu werden, dies ist ein altes Lebensmuster, das wir mit uns herumtragen, und von dem wir uns befreien müssen. Denn Gottes Liebe ist unbezahlbar, dies gilt seit tausenden von Jahren und auch heute immer noch.
Wir müssen keine Leistungen erbringen, um von Ihm geliebt zu werden. Wir müssen uns nicht verzetteln in diesem tun und jenes tun und dann auch noch das tun und dann noch das andere tun. Gott will nicht, dass wir uns ausbrennen und ausbluten für Ihn, nur weil wir glauben, mit Leistung könnten wir uns rechtfertigen.
Aber wir brauchen es nicht, uns rechtfertigen, denn gerechtfertigt wurden wir bereits in dem Moment, an dem Jesus für uns am Kreuz starb. Seitdem sind alle, die an Ihn glauben, und Ihn in ihrem Leben und in ihrem Herzen annehmen, Gottes Kinder – und dies bedeutet nicht, dass wir uns nun in Gottes Namen abrackern müssen, um mehr zu tun als andere, um ein besserer Christ zu sein als andere, um mehr Menschen zu retten als andere, und und und.
Nein, als Kinder Gottes haben wir die Gewissheit, Gott liebt uns. Und Er will nicht, dass wir uns vor lauter Leistungsdenken kaputtmachen und dabei immer mehr den Draht zu Ihm verlieren. Denn genau dadurch passiert genau das, was nicht passieren sollte: wir sind an einem Platz, den Gott uns gar nicht zugewiesen hat, wir übernehmen Dienste, für die Er uns gar nicht berufen hat, und nehmen den Menschen den Platz weg, die eigentlich aufgrund des Willen Gottes an diesem Platz sein sollten. Und dann geht eine Menge schief, in den Gemeinden, in den christlichen Werken, im Leben der Menschen, die denken, sie müssten sich durch Leistungen die Liebe Gottes verdienen.
Aber es gibt einen Weg aus diesem Denken, und der geht über das Kreuz Jesus Christi. Gott will keine Leistungen von uns, Er will, dass wir stille werden, einhalten, im Gebet zu Ihm kommen, damit Er uns Seinen Platz für uns, Seine Berufung für uns, Seinen Plan für unser Leben zeigen kann. Und dieser Platz, diese Berufung, dieser Plan ist es, der uns zu einem Leben in Fülle führt, Leistungen hingegen, wenn sie nicht im Sinne Gottes und in Folge Seines Rufes für unser Leben sind, sind eher kontraproduktiv. Und darunter leiden dann nicht nur wir, sondern auch die anderen, die Menschen um uns herum, unsere Nächsten, weil wir unausgeglichen und frustriert sind, weil wir uns trotz all unserer Leistungen immer noch ungeliebt fühlen von Gott. Dabei liebt uns Gott doch, jeden Einzelnen von uns, und das bedingungslos, für jeden von uns hat Er seinen Sohn geschickt.
„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“, heißt es im Johannesevangelium in Kapital 3, Vers 16 (Hoffnung für Alle). Darin ist alle Liebe für uns enthalten, für jeden Einzelnen und jede Einzelne von uns. Wir müssen sie nur annehmen diese Liebe Gottes, und Ihn auch darum bitten, dass Er uns von einem leistungsorientierten Menschen zu einem Menschen macht, der sich ganz geliebt fühlt und alles, was Er von Gott tut, von ganzem Herzen tut und mit der Gewissheit, er ist auf dem richtigen Platz, er folgt der Berufung Gottes und er ist genau in dem Plan, den Gott für ihn hat, für jeden von uns.
Gebet: Herr, ich danke Dir dafür, dass Deine Liebe nicht mit Geld und nicht mit Leistungen aufzuwiegen ist. Ich danke Dir dafür, dass Du mich liebst, wie ich bin, und dass Du jeden anderen Menschen auf dieser Welt genauso sehr liebst wie mich. Lass mich von Tag zu Tag mehr in Deiner Liebe wachsen und zeige mir, wo mein Platz ist, den Du mir für mich gedacht hast, welches die Berufung für mein Leben ist und wie Dein Plan für meine Zukunft aussieht. Und in all dem gib mir vor allem in den Stunden des Zweifelns die Gewissheit, dass Du der Gott bist, der mich ohne jede Bedingungen und ohne jede Ansicht von Leistungen liebt.
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