Alternativlos – Der Maßstab meines Lebens

Auch wenn ich „für gewöhnlich“ nur alle paar Tage oder gar Wochen einen Blogbeitrag hier schreibe. Diese Woche ist es anders, heute kommt schon wieder ein Text. Ich habe eben nachgedacht, vor mich hin gesonnen. Für mich ist Gott alles, kam mir dabei in den Sinn. Für mich ist Gott alles, Er ist der Maßstab meines Lebens. Ich glaube, in Zeiten der Zweifel plötzlich eine solche Gewissheit zu erlangen, ist unbeschreiblich, eigentlich auch unaussprechlich.

Sagen zu können: für mich ist Gott alles. Für mich. Ist Gott alles. Diese Gewissheit im Herzen zu haben, dass egal wie das Leben seinen Weg geht, und gehen wird, Gott der Mittelpunkt meines Lebens ist. Das trifft mich gerade mitten ins Mark, mitten ins Herz.

Mitten ins Nachdenken hinein, wusste ich plötzlich wieder: ein Leben ohne Gott ich mir nicht vorstellen, will ich mir gar nicht vorstellen. Ich weiß, es gibt Menschen, die kommen nicht darauf klar, dass ich glaube, die kommen nicht auf Gott klar, die kommen nicht darauf klar, dass ich auch in den dunklen Zeiten und in den Zeiten der Wüste an Gott festhalte.

Halte ich an Ihm fest, weil es keine Alternative für mich gibt? Dies mag auf den einen Blick so erscheinen. Auf den anderen Blick ist Er jedoch wirklich alternativlos für mich, aber keine Alternative. Er ersetzt nicht irgendetwas Anderes, Er ist nicht an die Stelle von etwas getreten. Er ist keine Alternative zu irgendwas, und trotzdem, und gerade deshalb, ist mein Glaube an Gott, und Gott selbst für mich alternativlos.

Gott ist für mich alles. Ohne Ihn wäre mein Leben längst nicht mehr, das weiß ich. Ich hätte den Kampf gegen meine Sucht verloren, und wäre längst tot. Aber ich lebe noch. Mit Ihm. Und ich glaube an Ihn, und glaube Ihm. Gott mag nicht alle unsere Wünsche erfüllen, aber eines weiß ich: Er erfüllt alle Seine Versprechen.

Mein Leben ist nicht perfekt, ganz im Gegenteil. Ich bin kein perfekter Mensch, aber das erwartet Gott auch gar nicht von mir. Ich bin auf dem Weg, und ich lerne, immer noch. Manchmal habe ich Zeiten, in denen ich die Hoffnung zu verlieren scheine, weil Dinge passieren, die mir den Atem, und den Mut rauben, und mir das Herz brechen. Aber in all dem hat Gott mir früher oder später immer einen Ausweg gezeigt, wenn ich Ihm vertraut habe.

Und das tue ich auch jetzt: ich vertraue Gott. Weil für mich Gott alles ist. Weil Er für mich alternativlos ist. Weil ich mir ein Leben ohne Ihn nicht vorstellen kann. Ich habe keinen Plan B für mein Leben. Das habe ich vor Jahren schon mal geschrieben. Mein Plan A war immer, vom Schreiben leben zu können. Darauf habe ich viele viele Jahre hingearbeitet. Für mein restliches Leben habe ich auch keinen Plan B. Weil mein Plan A das Leben mit Gott ist. Er ist für mich der Maßstab, mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden. Auch wenn es nicht immer einfach ist, auch wenn nicht alles eitel Sonnenschein ist, auch wenn die Wolken manchmal dunkler zu sein scheinen, als im Leben von Nicht-Christen. Für mich ist Gott alles. Diese Entscheidung habe ich getroffen. Und sie gilt nicht nur heute, sie gilt bis zu meinem letztem Atemzug.

2 Kommentare

  1. Ich bin zutiefst berührt. Ich habe nicht alles gelesen, was Du hier in deinem Blog schreibst. Später – denn es hat Zeit. Tiefe braucht Zeit, braucht Stille und Ein-fach-heit. Ich brauche Tiefe, das weiß ich noch nicht so lange, konnte es bis vor Kurzem noch gar nicht definieren oder zuordnen.
    Für mich ist definieren und zuordnen zumindest jetzt, wichtig. Ich kann sonst nicht leisten, was es gilt: Gott in allem erkennen.
    Bisher konnte ich nur „in allem ein Gesicht sehen – alles hat ein „Gesicht“ für mich, seit der Kindheit. Soll ich mich von etwas trennen ist das schlimm für mich, wo ich doch fühle, dass ich es in einer Welt zurücklassen soll, die das nicht kann. Sehen. Zumindest so wie ich sehen.
    Warum sie das sollte? Weil ich verstehe nun, das dieses Gesicht in allem, Gottes Gesicht, Gottes Geist ist. Ich hatte es nur noch nicht „bewusst“ gesehen.

    Nun denke ich aber immer klarer, dass die Achtsamkeit mit den Dingen, die Gott in der Welt sichtbar machen nicht „allein“ meine Verantwortung umfasst. Aber danach zu handeln wo ich es kann.

    Was ich weiter glaube: meine Aufgabe sollte vielleicht sein, das Trennende zu sehen und durch Verbindendes zu ersetzen. Darum fasziniert mich der Satz Jesu so: „wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen …“
    Wir finden es überall – aber es muss die Tiefe bekommen „in Seinem Namen“ und unseren authentischen wahren Wesen …

    Ich lebe mit einem Menschen in einer solchen Partnerschaft, wir versuchen uns zu „seinem Namen – Deinem Namen“ vorzutasten und stellen uns vor, wie wunderbar es in „… oder Drei … “ sein würde, ER wirklich mitten unter uns.

    Auf der Suche nach einem Kreis „in seinem Namen“ in wirklicher Einfachheit, Achtung und Nicht-Konformität fand ich Deinen so ansprechende blog-Seite.

    i.Muchas gracias!

    • Christel

      21. Januar 2018 um 18:11

      Bernd, ich Danke Dir für Deinen Kommentar. Das hat mich berührt. Ich wünsche Dir von Herzen immer wieder die Nähe zu Gott. Ich habe so viele Dinge gelesen und gehört über Gott. Aber erst als ich verstanden habe, wie sehr Er MICH liebt, so wie ich bin, und mit all dem, was ich bin. Habe ich verstanden, wie wunderbar und tief die Begegnung mit Gott und die Nähe Gottes sein kann. Ich wünsche Dir Begegnungen mit Menschen, denen Du Dich mitteilen kannst, und Segen für Deine Partnerschaft, mit Gott an der Seite und Gott in der Mitte!

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