Eines gleich vornweg: Christen müssen nicht perfekt sein. Und brauchen es auch nicht. Irgendwie muss sich irgendwann in der Geschichte der Christenheit eingeschlichen haben, dass man einen Christen daran erkennt, dass er perfekt ist. Und nie auch nur einen Fehler macht. Und sich zudem alles von jeder und jedem gefallen lässt. An genau diesen Punkten sind viele Menschen zerbrochen, an diesen überzogenen Ansprüchen, die auch von den Gemeinden oder Gemeindemitgliedern gestellt wurden (und werden), haben Gott dann aus ihrem Leben verloren oder den Faden zu ihrem Glauben. Doch wir müssen nicht perfekt sein.
Kategorie: Allgemein
Gottes Wegen seine Zeit lassen
Manchmal hat es das Leben mit Gott an sich, dass die Dinge, die wir erleben, uns fast erschlagen, weil sie so groß sind. Dann wünschen wir uns meist, dass es ganz schnell gehen soll mit dem, was dann geschieht – und plötzlich legt Gott eine Pause ein und es passiert eine Zeitlang: Nichts. Genau, nichts.
Wenn das Leben keinen Sinn mehr macht
Ich kann mich noch nur zu gut an die Zeiten in meinem Leben erinnern, an denen kaum ein Tag verging, an dem ich nicht an Selbstmord dachte. Warum ich es letztlich nicht tat, kann ich nur erahnen, aber eines weiß ich bis heute: manchmal hat mich nur ein kleiner Schritt vom Tod getrennt. Wenn das Leben keinen Sinn mehr macht und man sich innerlich wie zerfressen fühlt, ich habe dies immer als Säurefraß in meinem Herzen bezeichnet, scheint der Weg in den Tod manchmal der einzige Ausweg für die schwer beladene und schwer belastete Seele zu sein. Doch ist der Tod wirklich die letzte Lösung – oder kann er vielleicht überhaupt eine Lösung für irgendein Problem auf dieser Welt sein?
Gott ist auch da, wenn einem die Scheiße so richtig um die Ohren fliegt
Ich bin zurzeit im Stress. Nicht, dass ich das nicht oft wäre, meine Arbeit ist sehr kraft- und zeitintensiv und ich gehe manchmal ganz schön auf dem Schlauch. Aber ich liebe meine Arbeit auch und ich kann mir kein Leben mehr vorstellen, ohne zu Schreiben – und ich bin froh, dass Gott das auch so sieht. Im Moment aber ist es richtig schlimm, mir fliegt die Scheiße derzeit so richtig um die Ohren und ich leide momentan so sehr unter Stress, dass ich seit Tagen nur noch schlecht schlafe. Das ist das Leben, sagen jetzt vielleicht die einen, die anderen werden Mitleid haben, weil sie das nur zu gut kennen. Mir hat das heute so gereicht, dass ich erst zu Gott geschrien, dann geheult habe und mir dann gesagt habe: so, jetzt gehe ich erst mal an die Luft und lass mir das Hirn durchpusten, bevor ich noch völlig am Rad drehe.
Später, vielleicht…
Das Leben ist voller Unwägbarkeiten, wir treffen Entscheidungen, die unser Leben beeinflussen, gehen mal in die richtige, mal in die falsche Richtung. Und lassen uns oftmals bei dem einen, dem wichtigsten Thema, viel Zeit: was kommt nach dem Tod?
Wo die Reise hingehen soll
In den letzten Monaten habe ich viel nachgedacht. Nun, es gehört zu meinem Wesen, viel nachzudenken. Dadurch habe ich in meinem Leben oft viele wichtige Entscheidungen verpasst, oder aber auch die falschen getroffen, bin in falsche Richtungen gegangen, weil ich das Leben „zerdacht“ habe, anstatt es zu leben. In den letzten Monaten wurde mir immer mehr bewusst, dass die Reise, auf der ich unterwegs bin, in zwei Richtungen gehen kann.
Das leere Blatt
Für viele von uns gibt es Zeiten, in denen wir uns wünschten, wir könnten alles Vergangene ungeschehen machen, das Leben noch einmal von vorne leben, falsche Entscheidungen nicht mehr treffen und von vorne zu beginnen. Es ist die Sehnsucht des Menschen nach dem „leeren Blatt“, nach dem Leben, in dem alles noch einmal beginnen kann, in dem alte Fehler die Gegenwart nicht mehr beschweren, in dem alter Streit und falsche Wege das Leben jetzt nicht mehr belasten.
Einmal zur Systemwiederherstellung bitte!
Heute machte mein Notebook ein automatisches Update seines Betriebssystems, wie so oft vorher. Doch diesmal war alles anders. Nach dem Update ging nichts mehr, das Betriebssystem hatte sich durch fast komplett selbst abgeschossen, nichts ging mehr, und alle meine Daten und Dateien, meine ganze Arbeit der letzten Monate, alles war weg. Nun gab es drei Möglichkeiten für mich: entweder total auszurasten, wie ich es früher ganz „gerne“ getan habe, wenn es Probleme gab. Oder mir ein neues Notebook kaufen und das alte einfach wegschmeißen und das auftretende Problem damit verdrängen, was ich früher auch nur zu „gerne“ gemacht habe. Oder erst einmal einen kühlen Kopf bewahren. Weiterlesen
Was tun bei einem Sonnenstich?
Das ganze Land leidet unter der Hitze und mein Hirn hat nach nur wenigen Arbeitsstunden schon so gekocht, dass ich früher Feierabend machen musste. Auch wenn ich keinen Sonnenstich habe, als zweimalige Hautkrebspatientin meide ich die Sonne inzwischen mehr als meinem Körper vielleicht lieb ist, so habe ich mich heute doch gefragt, was ich eigentlich tun kann, wenn ich einen geistlichen Sonnenstich habe.
Ich nenne Ihn Papa
Wenn einem Menschen Schlimmes in seinem Leben widerfährt, kann es sein, dass die Weichen seines Lebensweges so verstellt werden, dass er die gänzlich falsche Richtung einschlägt. So ging es auch mir. Ich war früh auf der Schussbahn des Lebens unterwegs, mit 7 hatte ich, aus einer Alkoholiker-Familie kommend, meinen ersten Vollrausch. Mit 13 dann der erste Selbstmordversuch, mit 14 selbst Alkoholikerin, mit 15 der zweite Selbstmordversuch. Danach viele viele Abstürze, der Abgrund wurde immer tiefer. Mit 18 begegnete ich Gott, und verstand doch so Vieles nicht, ich wollte perfekt sein, und konnte es nicht, die Regeln meiner Gemeinde passten nicht zu der Welt, aus der ich kam, ich wusste theoretisch um Gottes Liebe zu mir, doch ich verstand Vieles nicht von dem, wie Sein Wesen wirklich ist. Auch wenn ich damals eine Bibelkenntnis erlangte, von der ich heute, so viele Jahre später, immer noch zehre.
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