Kategorie: Leben

Noch ist die Trauer ein schmerzender Schmuck

Noch ist die Trauer ein schmerzender Schmuck
den ich je nach Tag und Form
mal um den Hals
mal um die Lenden
mal um die Hand trage
Manchmal
ja manchmal
da kann ich das Halsband
das mir den Atem zuschnürt
das Band um die Lenden
das jeden Schritt schmerzen lässt
das Armband
das mich hindert
freie Hände zu haben für Gutes das kommt
ablegen
für einen Moment
eine Stunde
oder zwei
bis ein Geruch
ein Wort
eine Stimme
oder ein Lied
eine Straße
oder ein Haus
mich wieder daran erinnert
dass ich diesen Schmuck der Trauer
um mein Herz trage
dann tut es wieder weh
und das Atmen
fällt schwer
das Gehen
fühlt sich an wie Laufen mit Betonklötzen an den Beinen
und die Hände
sinken kraftlos nach unten
anstatt sich füllen zu lassen

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Der Song meines Lebens

Musik hat schon immer eine sehr große Rolle in meinem Leben gespielt. Musik, das war für mich der Ausdruck meiner Gefühle. Musik, das war für mich Heilung. Und Musik hat auch einen wichtigen Anteil an meinem Glauben an Gott. Nur Eines habe ich nie geschafft: den Song meines Lebens zu schreiben.

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Gottes Liebe ist wie ein warmer Sommerregen

Ein heißer Tag. Irgendwann trat die stechende Sonne hinter den Wolken hervor. Und dann begann ein Regenguss, Kopf und Haut Abkühlung zu bringen. Ich dachte auf meinem Weg, das ist wie Gottes Liebe. In der Hitze unseres Lebens, in der wir oft überfordert sind, kommt seine Liebe daher wie ein warmer Sommerregen. Ein Regen, der uns abkühlt. Liebe wie ein warmer Sommerregen, der sich auf unsere Haut legt und in wenigen Momenten alles wieder gut macht.

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Hass oder Liebe

Mit Hass, da kenne ich mich aus. Aufgewachsen in ganz schlimmen Verhältnissen, die so Hasserfüllt waren, dass für Liebe kein Raum war. Hass, das war das Ding, was jeden Tag da war. Das, woran ich gewöhnt war, und was sich immer tiefer in mein Herz eingrub. Liebe, das war nichts für mich. Das verstand ich nicht, hatte ich doch nie Liebe kennengelernt. Aber mit Hass, da wusste ich, wie sich das anfühlt. Und er brannte sich in mein Herz, so lange, bis daraus ein Stein geworden war.

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Und ob ich schon wanderte im finstern Tal…

Vermutlich ist dieser Vers einer der bekanntesten Verse überhaupt in der Bibel. „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, das hört sich nach Dunkelheit an, nach Nebel ohne Sicht, nach einem Leben vielleicht ganz ohne Hoffnung. Ich denke, diese Zeit hat uns alle auf irgendeine Art und Weise in ein solch finsteres Tal gezogen. Ob wir es wollen, oder nicht, die fast zwei Jahre Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen in unseren Leben, in unseren Herzen.

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Gedanken zur Jahreslosung 2022: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen

Es sind klare Worte, die Jesus da im Johannes-Evangelium sagt. Und wer kennt es nicht, dieses Abgewiesen werden. Abgewiesen von Menschen, denen du vertraut hast, von denen du dachtest, sie würden dich lieben, oder zumindest sehr mögen. Abwiesen bei einer Bewerbung, auf die du so viel Hoffnung gelegt hattest. Und dann bekommt jemand Anderes den Arbeitsplatz oder den Ausbildungsplatz, von dem du geträumt hattest. Abweisung ist schmerzhaft. Es kann, im schlimmsten Fall, zu einem Trauma führen, das dich ein Leben lang begleitet. Menschen weisen andere Menschen ab, aus unterschiedlichen Beweggründen, in vielen Situationen des Lebens.

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Ich habe keinen Plan mehr

„Und machen nur Pläne, damit da Pläne sind“ singt Lotte in ihrem neuesten Song „Mehr davon“. Den Song habe ich vor einigen Wochen schon gehört. Doch so richtig fiel dieser Satz erst heute in mein Herz. Warum gerade heute? Weil der richtige, der passende, der wichtigste Tag dafür ist. Es gibt keinen Zufall, zumindest glaube ich nicht mehr an Zufall seit ich 14 Jahre alt bin. Deshalb hat alles irgendeinen Grund. Bei mir waren es die Zweifel, die Verzweiflung, die Fragen nach meinem Was und Wohin, die mich seit geraumer Zeit bestürmt und nach einer Antwort gerufen, ja irgendwie geschrieen haben. Doch erstmal hin zum Anfang der Geschichte, die heute damit endet, dass ich keinen Plan mehr habe.

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